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Interviews 23. April 2010
Marianne Blum interviewt Catherine Gordeladze im "Kulturschaufenster Südhessen". Der Musikjournalist und freie Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks Markus Bruderreck im Gespräch mit Catherine Gordeladze bezüglich ihres Auftrittes mit dem Geiger David Garrett beim internationalen Musikfest " The Next Generation III" am 25. Oktober 2007 im Harenberg City-Center in Dortmund Die georgische Pianistin Catherine Gordeladze erinnert sich gern an die Gelegenheiten, bei denen sie mit David Garrett musiziert hat. – "Wir verstanden uns so gut, dass wir nicht mehr als eine Probe ansetzen mussten. David ist für mich ein toller Geiger, mit großer Musikalität, Emotionalität und technischer Perfektion." Nur als Begleiterin fühlt sich die in Tiflis geborene Künstlerin dabei ganz und gar nicht – obwohl es sicher manche virtuose Stücke gibt, die eher ein "Schattendasein" als künstlerische Zusammenarbeit erfordern. Bei Werken wie den Sonaten von Johannes Brahms oder Ludwig van Beethoven allerdings ist das ganz anders: Hier sind Catherine Gordeladze und David Garrett gleichberechtigte Künstler. In Georgien profitierte Gordeladze von den Möglichkeiten, die ihr von ihren Eltern und dem Staat eröffnet wurden. In der unentgeltlichen Spezial-Musikschule für begabte Kinder in Tiflis lernte sie in frühem Alter Tonsatz und Harmonielehre. – "In der damaligen Sowjetunion existierten solche Musikschulen in jeder größeren Stadt. Viele berühmte Künstler haben in diesen Schulen ihre Ausbildung begonnen", so Catherine Gordeladze, die schon im Alter von vier Jahren perfekt Aufnahmen nach- und mitsingen konnte, die zu Hause auf den Plattenteller kamen. Kein Wunder, dass nur die beste Ausbildung den Eltern gut genug war für ihr Kind, das mit dem absoluten Gehör gesegnet ist. Später studierte Gordeladze u. a .bei einem der berühmtesten Klavierlehrer Georgiens, bei Nodar Gabunia am Konservatorium von Tiflis. 1996 kam die Pianistin nach Frankfurt, um bei Bernhard Wetz und Rainer Hoffmann ihre Kenntnisse zu vertiefen. Sie ist dieser Hochschule auch heute noch eng verbunden. Auch zu Rolf-Dieter Arens an die Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar führte sie ihr Weg. Bei Alexis Weissenberg hat sie besonders viel gelernt. Es überrascht, wenn man sieht, welches Werk sich Catherine Gordeladze für ihre erste CD ausgewählt hat. Von ihrem georgischen Hochschullehrer vor die Wahl gestellt, zwischen den Goldberg-Variationen von Bach und der Sonate von Samuel Barber zu wählen, entschied sich Gordeladze für das riesenhafte Variationenwerk. – "Ich habe die Noten durchgeblättert und mich sofort in dieses Stück verliebt. Ich habe mich auf meiner Abschlussprüfung dafür entschieden", so Gordeladze. Bach ist auch in der musikalischen Freizeit am Klavier die erste Wahl. Wenn gerade nichts Besonderes anliegt, liebt es die Pianistin, seine Präludien und Fugen zu spielen. Die Programme ihrer Soloabende gestaltet sie, wenn möglich, spontan. Sicherheit, Eleganz und großen Gestaltungswillen attestieren Kritiker ihrem Spiel, ihre Lehrer loben Bühnenpräsenz, klangliche Sensibilität und vor allem ihre schnelle Auffassungsgabe. In nur zwei Wochen bewältigte sie während ihres Studiums die Einstudierung des ersten Klavierkonzertes von Johannes Brahms: Das fordert eine Menge Kraft und Können. Markus Bruderreck im Festival Guide, Juli 2006
Interview "15 Questions" mit Catherine Gordeladze Hi! How are you? Where are you?
What´s on your schedule right now?
If you hadn't chosen for music, what do you think you would do right now?
What or who was your biggest influence as an artist?
What's the hardest part about being a musician and what's the best?
What's your view on the classical music scene at present? Is there a crisis?
Some feel there is no need to record classical music any more, that it's all
been done before. What do you tell them?
What constitutes a good live performance in your opinion? What's your
approach to performing on stage?
What does the word "interpretation" mean to you?
True or false: It is the duty of an artist to put his personal emotions into the music he plays.
True or false:"Music is my first love".
True or false: People need to be educated about classical music, before they can really appreciate it.
You are given the position of artistic director of a concert hall.
What would be on your program for this season?
What's your favourite classical CD at the moment?
Have you ever tried playing a different instrument? If yes, how good were you at it?
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung von "Tokafi". |
© by Catherine Gordeladze 2001 - 2012 Last Update: 15.12.2011 |